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Indexing and digitization of the GDR form treasure (Geschmacksmuster)

PATON has successfully applied for funding for the project Opens external link in current windowErschließung und Digitalisierung des DDR-Formenschatzes (eng. Indexing and digitization of the GDR form treasure; Grant No 415711347 // HO 1649/2-1).

The Opens external link in new windowDFG granted the necessary funds to PATON and its cooperation partners, the Opens external link in new windowUniversity Library and the Opens external link in new windowComputer Graphics Group, both of the Technische Universität Ilmenau, for the digitization of designs (Gebrauchsmuster) from the GDR era for research purposes, the interested public and effective design research.

Mrs. Sabine Milde of PATON took over the project coordination.

Update März 2021

Um die o.g. Ziele erreichen zu können, wurden ca. 93 000 Karteikarten aus dem "Karteikartenbestand" des Informations- und Dienstleistungszentrums Berlin IDZ des DPMA – der einzigen dazu verfügbare Quelle - gescannt und der Inhalt per OCR erfasst. Diese Daten werden mit den im Warenzeichenblatt (später Warenzeichen- und Musterblatt) von 1964 bis 1992 publizierten bibliographischen Daten zusammengeführt und sollen als durchsuchbare Datenbank der Öffentlichkeit kostenlos bereitgestellt werden. Aktuell ist das Projektende für den 30.09.2021 vorgesehen.

Aktuell arbeiten wir am Aufbau der Datenbank, Verbesserung der OCR-Rohdaten und teil-automatisierter Verlinkung der Datensätze.

Der neu erschlossene Formenschatz der DDR-Muster kann dann erstmals digital durchsucht werden. Auch wenn die Schutzdauer aller Geschmacksmuster und industriellen Muster der DDR bereits abgelaufen ist und dadurch keine Verletzungen Dritter gegen diese Muster bestehen können, so spielen sie trotzdem für die Beurteilung der Neuheit und Eigenart von zukünftigen Mustern eine Rolle und können bei Design-Nichtigkeitsverfahren einbezogen werden.

Bespiel 1

Das erste hier abgebildete Bespiel zeigt eine Karteikarte mit den "bibliografischen Angaben" und das dazu gehörende "Stoffmuster".

Bespiel 2

Beim zweiten Beispiel sehen Sie dazu auch den Eintrag aus dem dazugehörenden Warenzeichenblatt 10/1968 – ohne Abbildung. Diese kann nun aus der Karteikartensammlung "dazu gespielt" und später für die Recherche verknüpft werden.

Beispiel 3

Das dritte Beispiel "Konfektgebinde – Kompliment Traube" illustriert das Problem der Verlinkung der Datensätze - die aus dem OCR-Prozess der Warenzeichenblätter gewonnenen bibliographischen Daten sollen mit den gescannten Karteikarten und/oder Stoffmustern verknüpft werden. Da die Karteikarten heufig nur sehr rudimentäre und die Stoffmusterträger so gut wie keine Daten enthalten, kann der Verlinkungsprozess nur zum Teil automatisiert werden.

Eintrag Warenzeichenblatt:

Karteikartenbestand:

 

Parallel dazu schreibt eine Studentin der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden eine u.a. auch vom PATON betreute Bachelorarbeit zum Thema „Bedeutung des vorbekannten Formenschatzes für valide Design-Anmeldungen (Geschmacksmuster) unter besonderer Berücksichtigung des digitalisierten DDR-Formenschatzes“.

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